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Eine Heilungsgeschichte (Lesung: Montag 3. Fastenwoche, 2 Kön 5,1-15) erzählt von einem Mann, einen Soldaten aus Aram, dem Nachbarkönigreich von Israel. Naaman litt an Aussatz. Eine junge aus Israel verschleppte Dienerin weist ihn darauf hin, dass von dem Gott der Israeliten Heilung zu erwarten sei. So macht er sich auf den Weg und kam zu dem Prophet Elischa, von dem erwartete, dass er durch Handauflegung geheilt würde. Dies war aber nicht so. Der Prophet beauftragte einen Boten, ihm ein siebenfaches Bad im Jordan vorzuschreiben. Doch der Soldat weigerte sich. Er hatte etwas anderes erwartet. Erst nach nochmaligem Insistierens seines eigenen Dieners badet er im Jordan und wird geheilt.

Die Geschichte zeigt uns zwei Dinge: Das, was wir von Gott erwarten, was wir vom Leben erwarten, kommt eben gerade nicht so. Heilung und Hilfe kommt erst dann, wenn wir uns wirklich auf Gott einlassen, wenn wir ihm voll vertrauen, uns hingeben. Das Zweite ist, dass dreimal einfache Leute, die verschleppte Dienerin, der Prophetenbote und der eigene Diener wegweisende Worte des „Sich-Einlassens“ sprechen. Nicht immer die großen Reden und Redensführer sind entscheidet, sondern das Einfache, das Schlichte, das uns im Alltag begegnet.